Wie kann ich die Qualität eines Standorts bewerten?

FAQs

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Wie kann ich die Qualität eines Standorts bewerten?

Die Standortqualität für ein Pflegeheimprojekt ist für einen privaten Investor leider nur schwer zu beurteilen. Dies fängt mit der wichtigen Bedarfsanalyse an, für die man deutlich mehr als nur statistisches Zahlenmaterial und das Wissen um aussagekräftige Kennziffern benötigt. Manche Aspekte der Standortanalyse sind unmittelbar einsehbar, wie etwa die Bedeutung einer guten Erreichbarkeit, andere Kriterien bilden Stolperfallen, weil sie bei Pflegeheimen anders als bei Wohnimmobilien zu lesen sind. Eine gute Lage für ein Pflegeheim entspricht bspw. nicht einer guten Lage für ein Haus oder eine Wohnung. Grundstücke für Pflegeeinrichtungen dürfen nicht zu viel kosten, damit die Pflege auch bezahlbar bleibt. Dementsprechend finden sich Heime meistens in einfachen bis mittel-guten Lagen, an Schnittstellen, manchmal sogar angrenzend an oder in Gewerbegebieten. Bestimmte Anforderungen sind erst auf den zweiten Blick selbstverständlich, zudem ohne Erfahrungswerte kaum zu beurteilen, wie etwa die Verfügbarkeit von Personal als KO-Kriterium für Heimbetreiber in der heutigen Zeit.
Entsprechende Unterlagen, die all diese Punkte behandeln, werden so gut wie nie an private Kaufinteressenten herausgegeben. Sie können aber davon ausgehen, dass ein Betreiber, der hunderttausende Euro für die Etablierung eines Pflegeheims im Markt bis zur Vollauslastung investiert und sich für Jahrzehnte an einen Standort bindet, diese Fragen nach bestem Wissen und Gewissen geprüft hat. Zudem hat die finanzierende Bank ihrerseits den Betreiber, sein Konzept und natürlich auch den Standort geprüft, bevor sie ihre Zustimmung erteilt. Insofern ist ein Pflegeheimprojekt von mehreren Parteien geprüft und für gut befunden worden, bevor Sie als privater Erwerber sich die Frage stellen, ob es sich um einen guten Standort handelt. Natürlich gibt es trotzdem bessere und schlechtere Standorte, aber die Bewertung eines Standorts ist so vielschichtig und auch von subjektiven Erfahrungswerten abhängig, dass es auf diese Frage schlicht keine eindeutige Antwort geben kann. Die von uns beim Pflegeimmobilien-Profi verwendeten Kriterien, wie Demografie, Kaufkraft, Mikrolage oder auch ein Regionalranking können daher nur Anhaltspunkte sein.

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Kann ich mein Pflegeappartement bei Bedarf selbst nutzen? Wie wird dann ggf. die Miete verrechnet?

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